Kommunikationsförderung mit Bildkarten in Anlehnung an den PECS-Ansatz
Beschreibung
Im Zentrum der Autismusspektrumsstörung (ASS) stehen Kommunikations- und Interaktionsprobleme. Ein großer Teil der Kinder, die als frühkindlich autistisch diagnostiziert werden, lernt nicht, sich über Verbalsprache kommunikativ mitzuteilen. Die daraus entstehenden Verhaltensprobleme wie selbstverletzendes, aggressives Verhalten oder intensive Stereotypien führen oft zu Missverständnissen und problematischen Situationen. Die Anbahnung von Kommunikationsstrategien hat daher einen zentralen Stellenwert in jeder Förderung und Therapie von Menschen mit einer ASS. PECS wurde 1989 von Frost und Bondy vom Delaware Autistic Program in den USA entwickelt. PECS basiert in erster Linie auf verhaltenstherapeutischen Methoden. Es wird direkt bei der Motivation des Kindes angesetzt, die im weiteren Verlauf aufrechterhalten wird. Die Kommunikation wird in einfache Handlungsschritte unterteilt und die Aufmerksamkeitsrichtung des Kindes wird gezielt unterstützt.
Inhalte
Phase 1: physischer Austausch (geleiteter Austausch durch Helfer/ Prompter) Phase 2: Erhöhung der Spontanität / Zurücklegen von Distanzen Phase 3: Diskrimination / Unterscheidung zwischen Bildern Phase 4: Satzstruktur („Ich möchte“ Satzstreifen wird eingeführt) Phase 5: Antworten auf „Was möchtest du?“ Phase 6: Kommentieren von Ereignissen, Dingen etc. (Satzstreifen:“Ich höre / Ich sehe“).
Vorstellung der einzelnen Phasen in Theorie und Methodik Beispiele aus der Praxis werden veranschaulicht.
Die Erfahrungen mit der Methode im ATZ Köln haben zu Modifikationen geführt, die in das Seminar einfließen werden.
Die Veranstaltung bietet auch die Möglichkeit Fallbeispiele zu besprechen, Probleme in der Kommunikationsförderung zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Zielgruppen
ÄrztInnen, PsychologInnen, TherapeutInnen, PädagogInnen sowie an der Thematik Interessierte
Termin
am 13.10.2011 von 08:00 bis 17:00 Uhr und 14.10.2011 von 08:00 bis 17:00 Uhr